Kandidierende für das Bürgermeisteramt stellen sich unseren Fragen!
Im März 2026 wählen wir in Feucht einen neuen Gemeinderat. Der TSV ist ein überparteilicher Sportverein. Wir haben höchste Wertschätzung vor allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für das Gemeinwohl, also für uns alle, in unserem schönen Markt Feucht engagieren wollen und sich zur Wahl stellen. Alle Sportlerinnen und Sportler freuen sich, wenn die Kandidatinnen und Kandidaten darüber hinaus ein Herz für den Sport haben und auch bereit sind, dafür Haushaltsmittel einzusetzen.
Von entscheidender Bedeutung für den Sport ist damit auch das Bürgermeisteramt. Der TSV wollte deshalb vorab von den Kandidierenden wissen, welche Bedeutung ihrer Meinung nach der TSV bzw. der Sport für den Markt Feucht hat und wie sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen. Und weiter, wie sie den TSV bei der Sanierung der vereinseigenen Karl-Schoderer-Sporthalle unterstützen könnten. Konkret haben wir Anfang Dezember folgende Fragen gestellt:
- Welche Bedeutung haben Ihrer Meinung nach der TSV bzw. die Feuchter Sportvereine für den Markt Feucht?
- Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem TSV Feucht vor?
- Wie stehen Sie dazu, dass den Sportlerinnen und Sportlern der Feuchter Sportvereine in der Wintersaison nicht ausreichend Hallen-Trainingszeiten zur Verfügung stehen?
- Die Zuschüsse für die Sportvereine und die vergünstigten Hallen-Mieten sind ein wesentlicher Faktor für die Jugendarbeit der Vereine. Werden Sie sicherstellen, dass die freiwilligen Leistungen für die Sportvereine dauerhaft erhalten bleiben, also nicht gekürzt werden?
- Unterstützen Sie den Bau einer neuen Sporthalle durch den Markt Feucht?
- Die Bundesregierung hat ganz aktuell eine „Sport-Milliarde" u.a. zur Sanierung von Sporthallen aufgelegt. Die Beantragung von Zuschüssen kann nur über die Kommunen erfolgen. Die Kommune kann aber auch Sporthallen im Eigentum von Vereinen unterstützen (https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/sanieren-modernisieren-durchstarten-jetzt-foerdermittel-fuer-sportstaetten-sichern ). Für den TSV wäre das die einmalige Chance, einen Vollwärmeschutz, eine neue Heizung, neue Türen und Fenster, einen neuen Boden und barrierefreien Zugang für die vereinseigene Zweifachturnhalle zu erhalten. Auch neue Umkleidemöglichkeiten und eine Erweiterung mit zusätzlichen Gymnastikräumen wäre förderfähig. Werden Sie sich für einen solchen Antrag in Ihrer Partei und als Bürgermeister einsetzen? Werden Sie alles versuchen, damit die Zuschussmittel für die Hallensanierung beim TSV abgerufen werden können, auch bei einer schlechten Finanzlage des Marktes Feucht?
Herzlichen Dank für die Antworten, die Sie hier lesen können:
Harald Danzl, 45 Jahre, Polizeihauptkommissar, verheiratet, eine Tochter
- Die Feuchter Sportvereine, vor allem der TSV 04 Feucht, ist als Breitensportverein aus der gesellschaftlichen Struktur der Marktgemeinde Feucht nicht wegzudenken. In den Vereinen wird die Gesundheit gefördert und die Gemeinschaft gestärkt, dadurch wird der soziale Zusammenhalt explizit gefördert. Als „Sportler" ist mir der Nutzen für die Kinder und Jugendlichen mehr als bewusst. In den Vereinen wird die Motorik, Koordination und Ausdauer vermittelt. Ebenso lernen die Kinder Teamfähigkeit, Fairness, Respekt und Durchhaltevermögen, aber auch mit Niederlagen umzugehen. Beim TSV 04 Feucht treffen sich viele verschiedenartige Menschen, die der Sport verbindet. Es werden dadurch Barrieren abgebaut sowie Brücken gebaut, viele Freundschaften entstehen oftmals in den Vereinen. Für unsere gelebte Demokratie tragen die Sportvereine somit zum Zusammenhalt bei, sie sind ein Baustein für unsere Werte.
- Die Zusammenarbeit mit dem TSV 04 Feucht muss auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt erfolgen. Hierzu zählen regelmäßige Treffen im Rathaus und Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen des TSV 04 Feucht. Entstehende Schwierigkeiten müssen sofort und offen angesprochen werden, ein Wegschauen und Wegducken wird es mit mir nicht geben. Gegenüber den Vereinen will ich die Zusammenarbeit insgesamt verbessern, um die ehrenamtlichen Funktionsträger zu entlasten und zu beraten. Das Veranstaltungsbüro und der Bürgermeister sind jederzeit Ansprechpartner für den TSV 04 Feucht. Wünschenswert wäre eine frühzeitige Einbindung der Marktgemeinde in Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten von Seiten des TSV 04 Feucht, um die Prozesse von Anfang an begleiten zu können. Mögliche Einsparung von Ressourcen sollen gemeinsam erkannt und entwickelt werden, um auch hier zu Entlastungen beitragen zu können.
- Dies ist kein neues Problem und es wurde in der Vergangenheit vielleicht auch verpasst, in diesem Bereich Abhilfe zu schaffen. Die jetzige Politik muss sich der Sache annehmen und darauf reagieren. Festzuhalten ist sicherlich, dass es für alle unangenehm ist, wenn nicht ausreichend Hallentrainingszeiten zur Verfügung stehen.
- Der Markt Feucht ist immer angehalten, einen soliden Haushalt aufzustellen, dies bedeutet auch, sich bei allen Haushaltverhandlungen Gedanken über Einsparungen oder Kürzungen zu machen. Wer dies verneint oder nicht berücksichtigt, ist nicht ehrlich und nimmt das Thema Finanzen nicht ernst. Die verschiedenen Vereine in Feucht sind ein wichtiger Bestandteil unseres Zusammenhaltes und Erfüllen wichtige Aufgaben (siehe unter Punkt 1). Deshalb stehe ich absolut zu unseren Vereinen und werde alles dafür tun, um die freiwilligen Leistungen für unsere Vereine zu erhalten. Hierzu gehören selbstverständlich auch günstige Hallenmieten und die volle Unterstützung bei Jubiläen oder sonstigen Events. Ich wünsche mir im Allgemeinen eine viel engere Zusammenarbeit mit den Vorständen der Vereine. Der Markt Feucht soll als Ansprechpartner und Unterstützer immer zur Verfügung stehen.
- Im Markt Feucht sind mit der Zeidler-Sporthalle und der Wilhelm-Baum-Halle bereits zwei Sporthallen im Gemeindebesitz. Die Hallenzeiten reichen mittlerweile leider nicht mehr aus. Der Bau einer neuen Sporthalle wäre meines Erachtens nur durch ein riesiges Förderprogramm möglich, da die Finanzmittel des Marktes Feucht sich in den letzten sechs Jahren auch deutlich verschlechtert haben. Es wäre sicherlich von allen Seiten und auch vom Markt Feucht aus wünschenswert, eine neue Halle zu bauen. Allerdings sehe ich aktuell keine Möglichkeit für den Bau einer weiteren Halle durch den Markt Feucht. Dies scheitert auch schon bereits an zur Verfügung stehenden Grundstücken, welche im Gemeindebesitz sein müssten. Einen solchen Neubau zur jetzigen Zeit halte ich für unrealistisch, zumal noch einige Großprojekte bereits auf den Weg gebracht wurden, die nun auch zu Ende gedacht oder angegangen werden müssen.
- Hier heißt es für mich ganz klar: „Wenn nicht jetzt, wann dann?" Diese einmalige Chance der Förderung dürfen wir nicht ungenutzt lassen. Ich unterstütze den Antrag zu 100 % und schlage auch vor, jetzt gleich einen großen Wurf zu machen. Das bedeutet eine komplette Sanierung mit eventuellem Anbau, kein Stückwerk. So ein einmaliges Förderprogramm wird es in naher Zukunft sicherlich nicht mehr geben, der Markt Feucht ist angehalten, hier so schnell wie möglich tätig zu werden. Gerade durch das Investitionspaket der Bundesregierung stehen dem Markt Feucht zusätzliche Gelder zur Verfügung, die zwar in andere Projekte fließen müssen, allerdings werden dadurch Gelder frei.Der Markt Feucht könnte so ohne weitere Schuldenaufnahme den TSV bei der Sanierung und Neugestaltung seiner Halle effektiv unterstützen. Die Beteiligung des Marktes Feucht ist ohnehin bei diesem Programm vorgeschrieben, da der Antrag durch die Kommune erfolgen muss und eine finanzielle Beteiligung erforderlich ist. Hinsichtlich einer Nutzungsmöglichkeit der Halle für den Markt Feucht wird man sich mit Sicherheit auch einig, so dass es in dieser Sache nur Gewinner geben wird. Ich wünsche mir eine schnelle Umsetzung im Marktgemeinderat und hoffe auf einen positiven Bescheid, damit baldmöglichst mit dem Um- und Anbau begonnen werden kann. Zusätzlich anmerken möchte ich noch, als ich von dem Förderprogramm erfahren habe, sendete ich dieses sofort an die Verantwortlichen des TSV 1904 Feucht, um hier tätig zu werden, ich denke dies unterstreicht nochmal meine Einstellung zum Projekt.
Sebastian Greck, 45 Jahre, Fertigungstechniker, ledig
- Die Sportvereine – allen voran der TSV Feucht – sind ein zentraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie fördern Gesundheit, Gemeinschaft und Integration, bieten Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung und stärken das soziale Miteinander im Markt Feucht. Ohne die Vereine wäre das kulturelle und soziale Leben deutlich ärmer.
- Ich stelle mir eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit vor, die auf regelmäßigem Austausch basiert. Dazu gehören gemeinsame Gespräche über aktuelle Bedarfe, die Unterstützung bei Projekten sowie die Einbindung des TSV in kommunale Entscheidungsprozesse, die den Sport betreffen. Ziel ist eine transparente und verlässliche Kooperation.
- Dass die Sportlerinnen und Sportler in der Wintersaison nicht ausreichend Hallenzeiten erhalten, ist ein ernstes Problem. Sportförderung darf nicht an fehlenden Trainingsmöglichkeiten scheitern. Ich setze mich dafür ein, dass die Hallenbelegung fair und bedarfsgerecht organisiert wird und dass mittelfristig zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.
- Die Zuschüsse und die reduzierten Hallenmieten sind ein wesentlicher Baustein für die Jugendarbeit. Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese freiwilligen Leistungen dauerhaft erhalten bleiben und nicht gekürzt werden. Gerade die Jugendarbeit verdient unsere besondere Unterstützung.
- Eine zusätzliche Sporthalle wäre für den Markt Feucht von großem Nutzen, um den steigenden Bedarf an Trainingszeiten zu decken und die Sportangebote langfristig zu sichern. Angesichts der angespannten Finanzlage kann ein solches Projekt jedoch nur mit Unterstützung durch Fördermittel – wie sie in Punkt 6 beschrieben sind – realistisch umgesetzt werden. Darüber hinaus ist auch die aktive Unterstützung des TSV erforderlich, damit Planung, Nutzung und Finanzierung gemeinsam getragen werden können. Die Entscheidung hängt daher maßgeblich von der erfolgreichen Beantragung und Bewilligung entsprechender Zuschüsse sowie der Mitwirkung des Vereins ab. Die ersten Fristen für Förderanträge fallen noch in die Amtszeit des aktuellen Bürgermeisters. Ich hoffe sehr, dass dieser – auch als aktiver TSV-Sportler – diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lässt.
- Die aktuelle Fördermöglichkeit durch die Bundesregierung ist eine große Chance. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Markt Feucht die entsprechenden Zuschüsse beantragt – auch für vereinseigene Hallen wie die des TSV. Maßnahmen wie Vollwärmeschutz, neue Heizung, barrierefreier Zugang und zusätzliche Räume sind dringend notwendig. Selbst bei angespannter Finanzlage des Marktes Feucht werde ich alles versuchen, damit diese Fördermittel abgerufen werden können. Denn Investitionen in die Sportinfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde.
Jörg Kotzur, 50 Jahre, Erster Bürgermeister Markt Feucht, geschieden, ein Sohn
- Die Sportvereine mit ihren ehrenamtlich Engagierten spielen für den Markt eine zentrale gesellschaftliche und soziale Rolle. Sie wirken weit über den Sport hinaus und sind ein wichtiger Pfeiler unserer Gemeinschaft. Sie stellen Orte der Begegnung dar, an denen Zusammenhalt, Solidarität und Integration gelehrt und gelebt wird.
- Wir pflegen einen guten Austausch mit den Verantwortlichen des TSV Feucht. Auch wenn die Sichtweisen manchmal unterschiedlich sind, haben wir bisher immer eine sinnvolle Lösung gefunden, da wir in der Lage sind die Situation des anderen zu verstehen. So soll das auch in der Zukunft erfolgen.
- Es ist nicht optimal, dass wir im Winter diesen Engpass haben. Es besteht sicher noch etwas Potential in der Aufteilung der Kapazitäten auf die einzelnen Sportarten und Mannschaften. Das liegt in der Verantwortung der Vereine. Grundsätzlich sollten die Hallensportarten priorisiert werden.
- Ich bin der Meinung, dass wir unsere Vereine weiterhin so gut unterstützen sollten, wie wir es bereits in der Vergangenheit getan haben.
- Wir müssen sorgfältig mit dem Geld unserer Bürgerinnen und Bürger umgehen. Der Bau einer fünften Halle in Feucht, die im Sommer eher nicht genutzt wird, ist wahrscheinlich schwer zu rechtfertigen. Wir sollten aber durchaus über Alternativen nachdenken. Darüber habe ich mich mit dem Vorsitzenden des TSV bereits ausgetauscht.
- Die TSV-Halle ist für den Markt Feucht sehr wichtig, damit wir ausreichend Kapazitäten für alle Vereine in Feucht haben. Von daher werde ich mich dafür einsetzen, diese Fördermittel nach Feucht zu bekommen, was zur Folge hat, dass sich auch der Markt Feucht finanziell beteiligen muss.
Andreas Sperling, 44 Jahre, Key Account Manager, verheiratet, drei Kinder
- Der TSV 1904 Feucht ist weit mehr als ein Sportverein – er ist eine tragende Säule unserer Gemeinschaft. Seit über 120 Jahren leistet der TSV konstante und erfolgreiche Arbeit im Breitensport und prägt damit das soziale Leben in Feucht maßgeblich. Mit über 2.000 Mitgliedern – darunter beeindruckende 40,8 % aller Kinder und Jugendlichen in Feucht – ist der TSV DIE zentrale Institution, die Sport und Bewegung als unverzichtbare Größe für körperliche und geistige Gesundheit verwirklicht. Die Tradition des Vereins verdient höchste Wertschätzung. Sie gibt uns wertvolle Orientierung für Entscheidungen, die wir heute für die Zukunft treffen müssen. Im Sportverein kommen Menschen aller Altersgruppen zusammen – hier entsteht Gemeinsinn, Verantwortungsgefühl und gelebte Solidarität. Besonders die Jugendarbeit nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: Hier entsteht die Zukunft unserer Gemeinde, hier werden grundlegende Werte wie Fairness, Teamgeist und Respekt vermittelt. Deshalb hat die Förderung der Jugendarbeit für mich höchste Priorität. Ich selbst durfte als Kind diese prägende Erfahrung machen – meine ersten Kontakte zum organisierten Sport waren im Alter von etwa sechs oder sieben Jahren die Trainings von Willi Gräf auf der Ringermatte. Dass die Vereinsarbeit immer wieder auch in herausragende Spitzenleistungen von Athleten in verschiedenen Disziplinen mündet, unterstreicht die Qualität dieser Arbeit eindrucksvoll.
- Die Zusammenarbeit mit dem TSV sollte auf einem regelmäßigen, partnerschaftlichen Austausch zwischen Vereinsführung und Kommune basieren. Dieser Dialog muss aktuelle Themen und Herausforderungen im Sportbetrieb ganzheitlich in den Blick nehmen – nicht nur reaktiv, sondern auch vorausschauend planend. Verein und Kommune sollten ihre Kooperation wesentlich umfassender verstehen und gezielt gemeinsame Synergien nutzen. Ein konkretes Beispiel, das zu prüfen wäre: Die großen Outdoor-Sportflächen des TSV könnten perspektivisch in das energetische Konzept der zu sanierenden Vereinshalle, aber auch in die kommunale Wärmeplanung des Marktes Feucht einbezogen werden. Im besten Fall bietet die Nutzung von Geothermie unter den Sportplätzen erhebliches Potenzial für beide Partner. In einem solchen Projekt müssten auch die Sportplätze neu angelegt werden. Dabei sollten wir die Erfahrungen des Pilotprojekts in Ellwangen genau analysieren – dort wurde ein 100% biobasierter Kunstrasenplatz realisiert, der vollständig ohne fossile Kunststoffbestandteile auskommt. Ein solcher Platz wäre möglicherweise ganzjährig länger nutzbar und könnte dadurch Entlastung für die knappen Hallenkapazitäten im Winter schaffen. Dies ist selbstverständlich nur eine zu prüfende Idee und keinesfalls ein fertiges Vorhaben – aber genau solche innovativen Ansätze möchte ich gemeinsam mit dem TSV und allen Beteiligten entwickeln und sachlich bewerten.
- Die Situation der knappen Hallenkapazitäten in der Wintersaison nehme ich sehr ernst. Hier brauchen wir eine ehrliche, rein am tatsächlichen Bedarf orientierte Planung. Gemeinsam mit allen Vereinen sollten wir zunächst eine fundierte Bestandsaufnahme durchführen: Wo liegen die größten Engpässe? Welche Trainingszeiten werden tatsächlich benötigt? Nur auf Basis belastbarer Zahlen können wir nachhaltige Lösungen entwickeln. Kurzfristig sollte geprüft werden, inwiefern Doppelbelegungen realisierbar sind – also die parallele Nutzung je einer halben Hallenfläche durch miteinander kompatible Sportarten. Dies würde die vorhandenen Kapazitäten effizienter nutzen. Sollten trotz optimierter Nutzung weiterhin knappe Kapazitäten bestehen, wäre eine transparente Priorisierung notwendig: Sportarten, deren Wettkampfrunden in der Hallensaison stattfinden, sollten dabei vorrangig berücksichtigt werden, da hier terminliche Verpflichtungen bestehen, die nicht verschiebbar sind. Langfristig führt jedoch kein Weg daran vorbei: Die Sanierung und Erweiterung der Karl-Schoderer-Sporthalle müssen angegangen werden – kombiniert mit innovativen Lösungen wie beispielsweise ganzjährig besser nutzbaren Außenflächen.
- Ja, dafür setze ich mich mit voller Überzeugung ein. Das wertvolle Engagement der Vereine in Feucht und Moosbach muss mindestens auf dem heutigen Niveau gehalten, idealerweise entsprechend der wachsenden Nachfrage sogar erweitert werden – dies gilt selbstverständlich auch und gerade für unsere Sportvereine. An den freiwilligen Leistungen für die Vereine halte ich ganz klar fest. Diese Gemeinsamkeiten, das Zusammenkommen und gemeinsame Engagement für und in Feucht sind essentiell für einen lebenswerten Heimatort! Die Sportvereine leisten unverzichtbare Arbeit für unsere Gemeinschaft – insbesondere in der Jugendarbeit – und verdienen dafür verlässliche, langfristige Unterstützung. Bei der Bewertung von Investitionen lege ich das Kriterium zugrunde: Wie viele Bürgerinnen und Bürger profitieren davon? Kaum etwas erreicht so viele Menschen über alle Altersgruppen hinweg wie unsere Sportvereine. Familien und Ehrenamtliche sollen den deutlichen Rückenwind der Kommune spüren – das ist mir ein zentrales Anliegen und entspricht meiner Überzeugung, dass Finanzmittel für Investitionen danach zu beurteilen sind, wie diese möglichst vielen Menschen einen Mehrwert bringen.
- Der Bau einer weiteren, komplett neuen Sporthalle wäre im Grundsatz wünschenswert. Ich halte dies jedoch – schon allein wegen der Frage "Wohin bauen?" – gegenwärtig für äußerst schwierig und nicht prioritär umsetzbar. In den kommenden Monaten müssen die gemeindlichen Gremien eine Vielzahl grundlegender Weichenstellungen für die nächsten 10 bis 15 Jahre vornehmen. Mir ist wichtig, dass wir in Feucht schnell klare Ziele definieren, mittels derer die Potenziale unseres Ortes systematisch gehoben werden können. Die Notwendigkeit einer weiteren Sporthalle müsste nach dieser strategischen Planungsphase erneut evaluiert und bedarfsgerecht festgestellt werden. Das bedeutet jedoch keineswegs Untätigkeit. Ich halte stets Augen und Ohren offen und bin bereit, auch neue, bisher möglicherweise noch nicht bedachte Lösungsansätze ergebnisoffen zu prüfen. Mein aktueller Fokus liegt auf der bestmöglichen Nutzung und Optimierung der vorhandenen Ressourcen sowie der konsequenten Unterstützung der Sanierung und Erweiterung der Karl-Schoderer-Sporthalle – hier liegt das unmittelbare Handlungspotenzial.
- Ja, absolut und ohne Wenn und Aber! Die Sanierung und Erweiterung der Karl-Schoderer-Sporthalle unterstütze ich mit voller Überzeugung. Der Markt Feucht muss hier jede verfügbare Möglichkeit nutzen, um den TSV wirksam zu unterstützen. Das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" bietet eine einmalige historische Chance: Der Bund fördert umfassende Sanierungen mit bis zu 45% der Gesamtausgaben – bei Haushaltsnotlage sogar bis zu 75%. Förderfähig sind exakt die von Ihnen genannten Maßnahmen: Vollwärmeschutz, neue Heizung, neue Türen und Fenster, neuer Hallenboden, barrierefreier Zugang sowie neue Umkleidemöglichkeiten und Erweiterungen mit zusätzlichen Gymnastikräumen. Dies entspricht perfekt Ihrem Sanierungsbedarf. Die Antragsfrist endet bereits am 15. Januar 2026 – schnelles Handeln ist gefordert. Ich habe mich bereits im Dezember zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderates dafür eingesetzt, dass der Markt Feucht die Weichen dafür stellt, vorliegende und antragsreife Projekte für die jeweiligen Organisationen – beispielsweise für den TSV - fristgerecht stellen kann. Auch bei angespannter Finanzlage ist dies machbar: Der kommunale Eigenanteil beträgt 55% (bei Haushaltsnotlage nur 25%), wobei Mittel unbeteiligter Dritter – etwa von Stiftungen, Fördervereinen oder Spendern – einen Teil des Eigenanteils ersetzen können. Ich bin sehr optimistisch, dass es dem gut vernetzten Vorstand des TSV 1904 Feucht gelingen kann, Drittmittel zu akquirieren, sodass der Markt Feucht bestenfalls das im Förderprogramm festgeschriebene Minimum von 10% aufbringen muss. Die Menschen in Feucht und Moosbach sollen sich auf ihre Kommune verlassen können – das gilt besonders für so wichtige, seit über einem Jahrhundert gewachsene Institutionen wie den TSV. Diese Investition in unsere Sportstätten ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, in Gesundheit, Zusammenhalt und Lebensqualität. Dafür werde ich mich mit aller Kraft und Entschlossenheit einsetzen. Der TSV 1904 Feucht und alle Sportvereine in unserer Gemeinde brauchen eine verlässliche kommunale Partnerschaft, die nicht nur verwaltet, sondern gemeinsam gestaltet. Dafür stehe ich mit meinen beruflichen Erfahrungswerten aus Jahrzehnten der Vertragsverhandlungen und dem kontinuierlichen Ausbau von Geschäftsbeziehungen ein. Am 8. März haben Sie die Wahl: Geben Sie mir Ihr Vertrauen als Ersten Bürgermeister, damit wir gemeinsam – Kommune, Vereine und Bürgerschaft – die Potenziale Feuchts systematisch heben und unseren Heimatort zukunftsfähig gestalten können. Für Sport, Jugend und Gemeinschaft in Feucht und Moosbach.