Ein Taekwondo-Traum wird wahr!

Ready to rumble!

Lebens und Gothner als Bundeskaderathleten auf World Taekwondo Poomsae Championships 2022 in Süd-Korea

Einmal gegen internationale Gegner aus aller Welt auf großer Bühne antreten – das war der Traum der beiden Taekwondo-Sportler Patrick Lebens und Tilman Gothner. Mit der Nominierung als Bundeskaderathleten zur Taekwondo Weltmeisterschaft Technik 2022 in Goyang geht dieser Traum endlich in Erfüllung!

Der Ostersonntag beginnt dieses Jahr für unsere Bundeskadersportler etwas anders als gewöhnlich. Bereits zur Mittagszeit trifft sich das deutsche Taekwondo-Nationalteam am Frankfurter Flughafen zur gemeinsamen Reise nach Seoul – alle mit verpflichtendem negativen PCR-Test. Mit an Bord sind Formentrainer Patrick Lebens und Tilman Gothner. Gemeinsam starten sie im Synchron-Team mit Binh Duong aus Hessen.

Nach einem holprigen 12-Stunden-Flug, einem langen Umweg um die Ukraine und kaum Beinfreiheit landet das Deutschland-Team müde und trotzdem voller Vorfreude zur Mittagszeit in Süd-Korea. Am Flughafen wird erst einmal ein weiterer PCR-Test durchgeführt und die letzten Formulare ausgefüllt, bevor das Team nach einer Stunde Busfahrt im Stanford-Hotel in Seoul einchecken kann. Erste internationale Kollegen treffen die Jungs und Mädels dort auch bereits. Der erste Tag auf koreanischem Boden endet dann nach kurzen Besichtigungstrips des Hotel-Viertels.


Am Dienstagmorgen betreten Patrick und Tilman gemeinsam mit dem Nationalkader zum ersten Mal den Ort des Geschehens. Das Kintex Korea International Exhibition Center in Goyang bietet auf einer Indoor-Fläche von knapp 54.000 Quadratmetern Platz für fünf große Messehallen. Eine riesige Warm-up-Area, eine Lounge-Area mit gemütlichen Sitzsäcken, WLAN für bis zu 150.000 Geräte – da rutscht den Sportlern das Herz doch gleich mal in die Hose bei diesem Anblick. Während bereits die ersten Teams auf den aufgebauten Matten ihre Freestyle-Formen mit Akrobatikelementen üben, sind andere mit dem letzten Schliff an der Synchronität beschäftigt. Auch für unser BPT-Team (Binh Duong, Patrick Lebens, Tilman Gothner) steht eine Stunde Training auf dem Programm. Nach einem herzhaften Mittagessen geht die Reise ins Kukkiwon – dem Head department des Taekwondo, dem Mekka der koreanischen Kampfsportart. Das Glück ist auf ihrer Seite, denn gerade ist das Demo-Team am Trainieren mit Bruchtestbrettern in Schwindelerregenden Höhen und Sprüngen, die für uns nur mit dem Trampolin möglich wären. Am Ende dürfen ein oder zwei Fotos mit dem Kukkiwon-Präsidenten nicht fehlen.

Auch der Mittwoch wird weiter für die letzten Anpassungen und Perfektionen genutzt. Für zwei Stunden darf das Team in einem angemieteten Dojang (Trainingshalle) in Seoul trainieren. Während die Sportler sich wieder auf den Rückweg ins Hotel machen, steht für die Coaches und Bundestrainer am Nachmittag das Head of Team-Meeting auf dem Programm.

Donnerstag – der Start der World Taekwondo Poomsae Championships 2022 in Goyang! Bereits um 7.15 Uhr steht das Team bereit zur Abholung. Eine halbe Stunde später sitzen alle auf den Rängen in der Messehalle. Überall Kameras, mächtige, auf die Flächen gerichtete Scheinwerfer und die Fläche für die Finalläufe – erhöht auf einem Podest, das über drei Stufen erreicht wurde. Und als Sahnehäubchen werden die Finalläufe im koreanischen Fernsehen übertragen! Nachdem die ersten deutschen Sportler gestartet sind, wird am Abend groß zeremoniell die Weltmeisterschaft eröffnet. Das Demo-Team präsentiert Sprünge, Techniken und zerbrechende Bretter, während der Bürgermeister von Goyang und der World-Taekwondo-Präsident eine Ansprache halten – oder es zumindest versuchten. Für den Präsident ist es schlichtweg zu dunkel, um seine Rede vorlesen zu können, was er auch offen bedauert. Hierfür gibt es gleich einen riesen Sympathiepunkt vom Publikum.

Live-Übertragung der Finalläufe auf der mittleren Fläche ins koreanische Fernsehen 

 Ansprache des Bürgermeister von Goyang

Kukkiwon-Demo-Team bei der Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend

Tilman Gothner mit Coach Imke Turner

Und endlich ist der Tag gekommen. Freitagmorgen in Deutschland: Familie, Freunde und Vereinsmitglieder sitzen mit dem Tablet im Bett oder der Bettdecke auf der Couch und verfolgen gespannt das Semi-Finale des BPT-Teams. In Korea ist es zu dieser Zeit schon 12 Uhr mittags. Das Team betritt den Sichtbereich der Kamera, angeführt von einem Fahnenträger, der die Deutschlandflagge vor sich trägt. Allein durch den Bildschirm kann man die Anspannung spüren.

Wie nervös waren die Herren vor dem Semi-Finale? „Also auf einer Skala von 1 bis 10 war ich definitiv bei 9! Der erste Lauf war ein Blindflug.", so Patrick Lebens. Im Finale war er eher bei 11 oder 12, gibt er lachend im Nachhinein zu. Entspannt wirkt dagegen Tilman Gothner. „Nervosität ging eigentlich ab der zweiten Poomsae, die wir laufen mussten."

Spiel – Satz – und Sieg! BPT zieht als viertes Team ins Finale unter die besten Acht ein! Und wie steht es hier um die Nervosität, Herr Gothner? „Im Viertelfinale gegen die USA war es total krass mit der 9. Form. Und dann ist da ein Kran mit Kamera und man wird im öffentlichen Fernsehen in Korea ausgestrahlt, die ganze Halle schaut nur auf dich – da bekommt man Gänsehaut. In Korea ist Taekwondo eben ein riesiger Nationalsport, so wie bei uns Fußball." Lebens stimmt ihm hier nickend zu.

Am Ende muss sich das Team gegen die USA im Viertel-Finale mit 0,06 Punkten haarscharf geschlagen geben. Wie groß ist die Enttäuschung? „Klar, wir haben uns alle gewünscht, wenigstens das erste Battle zu gewinnen. Aber so exponiert präsentiert zu werden, dazu die Nervosität vom Team, da reicht die kleinste Asynchronität und man ist raus. USA war einfach ein harter Gegner, daher tut es auch nicht mehr ganz so weh. Im ersten Moment natürlich schon sehr." – Lebens und auch Gothner sind beide enttäuscht, aber die Gleichwertigkeit der Gegner lässt das Ganze nicht so hart erscheine.

„Imke war auf dem Turnier unsere gute Seele. Sie hat gerade in diesen nervösen Momenten Ruhe ins Team gebracht. Und als Coach war sie natürlich Bombe!" – Begeisterung von Patrick über den Coach und frühere Hessen-Landestrainerin, Imke Turner.

Auf geht's Deutschland! Imke Turner gibt die letzten nervenberuhigenden Tipps 
(Foto: Matthias Hoffmann)

Der Kick vom Semi-Finale ... 
(Foto: Matthias Hoffmann)

... ins Finale!
(Foto: Matthias Hoffmann)


Nach dem Lauf kann sich das Team etwas entspannen und dann kann auch endlich entspannt fotografiert werden. Die Bilder werden gleich am Montag am Flughafen in der Wartezeit bearbeitet. Wegen einer kleinen Fehlplanung des Veranstalters ist das Team bereits drei Stunden früher als nötig am Flughafen, womit die Zeit mit Schlaf, Entspannung und Fotos aussortieren und bearbeiten genutzt wird.

Am Montagabend um 20.00 Uhr landet der Flieger mit unseren Weltmeistern der Herzen – auch ohne Medaille. Für Tilman heißt es am nächsten Tag gleich wieder in seiner Arztpraxis zu stehen, während Patrick der Jetleg erwischt hat. Beide verarbeiten nun die Eindrücke und Tipps, die sie nach ihrem Lauf auch von anderen Nationaltrainern erhalten hatten. Ein Tipp wird Patrick nun auch im Training mit seinen Schülern beherzigen: „Ky-Tu Dang, der dänische Nationaltrainer hat mir gesagt, der Trick ist, nicht mehr den Fokus auf die korrekte Technik zu legen, sondern auch die Art, die Technik auszuführen, zu fühlen, wie man beschleunigt und wie es sich gut anfühlt." Na dann sind wir gespannt auf die nächsten Monate. Und was passiert jetzt? „Nach der WM ist vor der EM!", damit stimmen sich Patrick und Tilman gemeinsam mit Binh bereits auf die nächsten Trainings ein.

Proud to be there! Die stolzen Herren am zweiten Tag in Goyang

Team Germany am letzten Tag im Kintex Exhibition Center

Das ganze Team feuert an bis es heiser ist! Teamgeist at its best!


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