Wie schon der Challenge Cup vor ein paar Wochen, wurden in diesem Jahr auch die Bavaria Open, ein Ranglisten-Turnier von der Deutschen Taekwondo Union vom Nürnberger Verein Taekwondo Team Leon ausgerichtet.
Viele Vereine aus der fränkischen Taekwondo-Hochburg nutzten die Gelegenheit, mit außergewöhnlich großen Teams zu starten. Die kurze Anreise nutzten auch viele Anfänger der Leistungsklasse II.
Insgesamt traten ca. 480 Taekwondo-Sportler aus über 80 Vereinen und fünf Ländern (Deutschland, Österreich, Slowenien, Schweiz und USA) an. Das bedeutet einen Zuwachs von gut einem Drittel mehr im Vergleich zu den Startern des Vorjahres. Da es für dieses Turnier Punkte für die deutsche Rangliste gab, war auch die Qualität und die Herausforderungen dementsprechend hoch.
Mit Ausnahme der Jugend C wurden alle Kämpfe mit den elektronischen Westen von Dae Do ausgetragen. Bei den Senioren und der Jugend A hielt außerdem eine weitere technische Neuerung Einzug: Erstmals wurde bei den Bavaria Open ein Video Replay System verwendet.
Auf den fünf Kampfflächen waren etwas mehr als 50 Kampfrichter im Einsatz. Nur elf von ihnen kamen aus Bayern, der Rest setzte sich etwa zu gleichen Teilen aus Bundeskampfrichtern und internationalen Referees zusammen. Es war ein perfekt organisiertes Turnier.
Leider konnten die zuletzt so erfolgsverwöhnten Taekwondoka vom TSV 04 Feucht an den Medaillen gemessen nicht so richtig zufrieden sein, obwohl die Leistungen und Kämpfe im Großen und Ganzen recht ordentlich waren und die Coaches nicht viel zu meckern hatten.
Für den TSV Feucht gingen mit Anika Maier (Jugend A -55kg), Marco Bauer (Jugend B -65kg), Angelina Uzunkavakli (Jugend B -51kg) und Elia Catimbang (Jugend B -37kg) vier Kämpfer an den Start.
Glück hatte Elia (im Bild rechts blaue Weste) in seinem ersten Kampf, als er mit 2:6 Punkten hinten liegend, von einer Verletzung und der Aufgabe seines Gegner Pascal Schenk profitierte. Er hatte in der ersten Runde überhaupt nicht in den Kampf gefunden und wurde auch schnell dafür bestraft. Rückstand 0:6 nach der ersten Runde. In der zweiten Runde lief es dann endlich besser und holte die ersten zwei Punkte. Kurz darauf verletzte sich sein Gegner an der Hüfte und ließ den Kampf abbrechen. Somit stand Elia im Halbfinale, und traf mit Timmy Bavosa aus Bad Windsheim gegen einen alten Bekannten. Erst im Mai hatte er diesen beim Challenge Cup knapp besiegen können. Auch dieses Mal wurde es eine spannende Angelegenheit. Obwohl Elia die spektakuläreren Punkte erzielte, musste aber immer wieder leichte Treffer auf die Weste hinnehmen und verlor am Ende mit 15:17 den Kampf. Schön gekämpft, aber verloren und leider nur die Bronze Medaille gewonnen.
Auch Arnika Maier musste sich nach dem Halbfinale verabschieden. Bis zum Halbfinale ohne größere Probleme und unterlag dann aber mit 6:10 Punkten gegen die starke Nergis Uluasik vom Nürnberger Verein KSC Leopard. Zuerst hatte sie in diesem Kampf Vorteile und ging früh in Führung. Diese Führung hielt auch lange Zeit. Doch irgendwann wurde ihre Gegnerin aggressiver und offensiver, womit sie die Feuchterin überraschte. Mit zwei Kopftreffern konnte Uluasik sich einen 5:9 Vorsprung herausholen, den Anika nicht mehr aufholen konnte .Auch für sie blieb nur die Bronze Medaille.
Angelina Uzunkavakli (im Bild links rote Weste) scheiterte an diesem Tag bereits im Viertelfinale und blieb somit ohne Medaille. Sie verlor gegen Jasmin Partes aus Lauf. In diesem Kampf fehlte Angelina einfach die Cleverness, die sie zuletzt bei den Austrian Open eindrucksvoll gezeigt hatte. Früh musste sie einen drei Punkte Rückstand versuchen aufzuholen. Angelina gab alles, machte unglaublichen Druck und bombardierte ihre Gegnerin mit schönen Fußkombinationen und direkten Angriffen zum Kopf. Doch nur selten kam einer durch die Deckung ihrer Gegnerin. Dabei musste Angelina immer wieder leichte Kontertreffer im Infight einstecken, so dass sie sich immer in der Situation befand, einen Rückstand aufholen zu müssen. Kurz vor Schluss hatte sie den Rückstand zwar auf einen Punkt verkürzt, aber dabei blieb es und sie musste sich mit 10:11 geschlagen geben.
Einen Medaillen-Lichtblick brachte dann doch noch Marco Bauer. Er blieb bei seiner Erfolgsserie. In seinem 4.Tunier in diesem Jahr erreichte er nach den Erfolgen beim Internationalen Creti Cup und der Deutschen Meisterschaft, seinen 3.Turniersieg und somit die einzige Goldmedaille für den TSV-04 Feucht.
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