Die Taekwondo Abteilung des TSV 04 Feucht geht neue Wege

Die Taekwondo Abteilung des TSV 04 Feucht geht neue Wege

Mit einer optimalen Entwicklung im Kraftbereich wird in Taekwondo ein wichtiger Grundstein für das Training gelegt. Dabei sind aufgeblähte Muskeln nicht das Ziel, sondern vielmehr ein ausdauerndes und stabilisierendes Muskelsystem. In einem guten funktionellen Taekwondo-Training ist ein detailliertes Wissen der anspruchsvollen Bewegungen wichtig, um die relevanten und ausschlaggebenden Muskeln gezielter trainieren zu können. Eine gute Rumpfstabilität dabei, ist die Voraussetzung, die Taekwondo-Techniken präzise auszuführen.

Die Übungsleiter der Taekwondo-Abteilung haben sich schon seit mehreren Jahren mit der Problematik auseinander gesetzt, wie können wir die Leistungen durch gezieltes Krafttraining noch verbessern. Dabei sind wir auf das Coretraining nach Mark Verstegen gekommen. Unter Coretraining versteht man das Trainieren, das Aktivieren und das Stärken der tiefliegenden Muskeln – also der Bauch-, Rücken-, und Beckenbodenmuskulatur. Aus dieser Methode haben wir viele Übungen in die Trainingsabläufe ergebnisreich eingebaut.

Nachdem nun immer mehr über das Thema funktionelles Training gesprochen wird, haben sich die Taekwondo-Übungsleiter mit diesem Thema näher befasst. Mit der Unterstützung von Robert Hofmann (Personaltrainer) der in seinem Seminaren u.a. mit die Trainingsmethoden: gezielte Verletzungs- und Schmerzprävention mit Faszientraining (ein Interessanter Artikel darüber, wurde bereits vor ein paar Tagen im Magazin am Wochenende berichtet), Joint Mobility und Stabiltätstraining leert, seiner Zeit ebenfalls erfolgreicher Taekwondo-Profi, Betreuer und Trainer des TSV04 Feucht, wurde das erste Konzepte erstellt.

Nach diesem Konzept wurde darauf der erste Workshop mit folgenden Themen durch geführt:

-              Faszien Training für mehr Beweglichkeit
-              Körperwahrnehmung (Propriozeption)
-              Stabilität / Reaktivkraft

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Dieser Workshop war im ersten Schritt für Übungsleiter und Leistungssportler gedacht. Die Komplexität der jeweiligen Übungen konnten von den 30 Teilnehmern  je nach Fitnesszustand individuell durchgeführt werden.  Der Workshop war eine gelungene und tolle Sache. Die Teilnehmer waren begeistert und konnten viele neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Vor allem hat es den Übungsleitern sehr viel gebracht! Die sollten ja bei ihrer Arbeit immer über die neuesten Trainingsmethoden informiert sein.

Unsere Arbeit als Übungsleiter zielt nun dahin, zu versuchen, in der Zukunft verstärkt Verletzungen vorzubeugen. Es ist nun mal so, je älter wir werden, umso ungelenkiger und schwächer wird der Körper. Wir haben in dem Workshop erfahren, dass das funktionelle Training eine gute und interessante Möglichkeit ist, den Taekwondo-Sport positiv zu unterstützen. Es kann Steifheit und Schwäche entgegenwirken und gleichzeitig die funktionale Kraft, Beweglichkeit und Balance erhöhen. Eine reduzierte muskuläre Steifheit, Schwäche und Dysbalancen erhöht das Risiko von Schäden, gerade im Leistungssport.

Durch die Ergänzung des Trainingsprogramms mit funktionellen Übungen werden gezielt die tieferen Muskeln und aktiven Stabilisatoren trainiert. Der menschliche Körper funktioniert nur mit der Muskelintegration. Das heißt, es sind nicht die einzelnen, isolierten Muskeln, die ihm erlauben, sich zu bewegen, sondern die Verkettung und  Vernetzung aller Muskeln. Wenn man sich dessen bewusst ist, sieht man die Muskeln und ihr Bindegewebe (Faszien)  nun mehr als ein System. Um es zu trainieren, muss man es auch als ein System trainieren.

Wir haben  begonnen, unser Augenmerk im Training auf die Verbesserung der Rumpfstabilität zu legen, denn wir sind überzeugt, dass mit einem stabilen Rumpf die Armt- und Beintechniken schneller und präziser ausgeübt werden können. Natürlich ist uns klar, dass man sich genau an die Grundregeln des funktionellen Trainings halten und sie verstehen muss.

Natürlich kommt man am klassischen Kraft-, Schnelligkeits- und Ausdauertraining in der Periodisierung und Abstimmung der Ziele in den jeweiligen Aufbauphasen nicht herum, da sich mit diesen Trainingsmethoden Kraft und Ausdauer effektiver steigern können.

Es geht ja im Taekwondo-Training immer darum, Bewegungsabläufe zu trainieren und niemals isoliert einzelne Muskelgruppen. Es langt einfach nicht aus sich nur auf eine Fähigkeit zu konzentrieren, wie z.B. Kraft, sondern es müssen Gleichgewicht, Stabilität und Koordination gleichermaßen trainiert werden.

Wir haben auch erkannt, dass das Core-Training und das funktionelle Training sehr gut ergänzen und die Leistungen erheblich verbessert werden können. Wir sehen die beiden Trainingsmethoden als optimales Präventionstraining. Die beiden interessanten lassen sich sehr gut in das Taekwondo-Training einbauen.

Die neuen Erkenntnisse kann man schon in den Taekwondo-Trainingsräumen beim TSV-04 Feucht  finden. Man findet überall kleine Hilfsmitteln wie Hanteln, Gymnastikbälle, weiche Bodenmatten, Black Rolls, Balance Board usw.

Weiterer Neuzugang beim TSV 04 Feucht
Orthopädie Müller GmbH sponsert Aufwärmpullover

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